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Rituale

Rauchgeruch aus der Wohnung entfernen: was wirklich hilft

Rauchgeruch aus der Wohnung entfernen heißt zuerst: die Quelle finden. Kalter Rauch hängt nicht nur in der Luft. Er sitzt in Vorhängen, im Sofa, im…

Grasshall · 6 Min. Lesezeit

Rauchgeruch aus der Wohnung entfernen: was wirklich hilft

Rauchgeruch aus der Wohnung entfernen heißt zuerst: die Quelle finden. Kalter Rauch hängt nicht nur in der Luft. Er sitzt in Vorhängen, im Sofa, im Teppich, auf Fensterbänken und in der Wand. Ein Duftspray über all das zu sprühen ist, als würdest du ein volles Glas mit einem Deckel reparieren. Für zehn Minuten riecht es nach Frühling, dann nach Frühling und Aschenbecher.

Dieser Ratgeber geht in der Reihenfolge vor, in der es funktioniert. Erst raus mit der Luft, dann raus mit den Rückständen, dann bleibt nur noch ein Rest, und den nimmt ein Geruchsneutralisierer weg. Ob ein Abend mit Gästen war oder du eine Wohnung übernimmst, in der jahrelang geraucht wurde: Der Weg ist derselbe, nur unterschiedlich lang.

Warum Rauchgeruch so lange bleibt

Rauch besteht aus winzigen festen und flüssigen Teilchen. Sie schweben nicht nur, sie setzen sich ab: auf Oberflächen, in Textilien, in Tapeten. Das beschreibt auch ÖKO-TEST in seinem Ratgeber zu kaltem Rauch. Darum riecht ein Zimmer am Morgen nach Rauch, obwohl seit Stunden niemand geraucht hat. Der Geruch kommt aus dem Raum selbst zurück.

Daraus folgt die wichtigste Regel dieses Artikels: Erst beseitigen, dann neutralisieren. Wer nur überdeckt, hat die Rückstände noch.

Schritt 1: Richtig lüften

Kippen bringt wenig. Öffne zwei gegenüberliegende Fenster ganz und lass die Luft quer durch die Wohnung ziehen. So wird die Raumluft vollständig getauscht, nicht nur verdünnt. ÖKO-TEST nennt Querlüften die wirksamste Art.

Am besten lüftest du schon während geraucht wird. Je weniger Rauch im Raum steht, desto weniger landet im Sofa.

Schritt 2: Die Quellen raus

Bevor du irgendetwas putzt, räumst du ab, was weiter riecht:

  • Aschenbecher leeren und ausspülen.
  • Zigarettenreste und Tabakreste in den Restmüll, den Beutel gleich zur Tonne bringen.
  • Am Stoff riechen: Vorhänge, Kissenbezüge, Tischdecken, Geschirrtücher. Was riecht, kommt in die Waschmaschine.
  • Sofabezüge, wenn sie abnehmbar sind, ebenfalls waschen.

Kleidung, die nach Rauch riecht, gehört auch dazu. Wie du sie wieder frisch bekommst, steht in unserem Artikel über Rauchgeruch in Kleidung.

Schritt 3: Saugen und wischen

Weil sich die Teilchen auf allem absetzen, saugst du gründlich. Auch Polster, Teppiche und Vorhänge, die du nicht waschen kannst. Sprüh- oder Nassreiniger holen dabei mehr heraus als ein trockener Sauger.

Danach alle glatten Flächen feucht abwischen: Möbel, Fensterbänke, Regale, Türen, Lichtschalter, Fenster. Lauwarmes Wasser mit einem Schuss Essig löst die Beläge. Ein Durchgang reicht nach einem Abend. Nach Jahren in einer Raucherwohnung wischst du mehrmals, und das Tuch sagt dir, wann du fertig bist: Solange es gelb wird, ist noch etwas da.

Laut Verbraucherzentrale NRW lassen sich glatte Oberflächen wie Fliesen und Glas gut von den Belägen befreien. Schwierig wird es bei allem, was Poren hat.

Schritt 4: Wände und Decken

Hier trennt sich der Abend nach der Party von der übernommenen Raucherwohnung.

Nach einem Abend: Wände brauchen nichts. Lüften und Textilien reichen.

Nach Jahren: Rauch zieht in Tapete und Putz ein. Einfach überstreichen hilft dann selten, die gelbe Farbe schlägt durch und der Geruch kommt wieder. Die Verbraucherzentrale NRW empfiehlt in diesem Fall:

  • Tapeten, Teppiche, Polstermöbel und Vorhänge, die sich nicht reinigen lassen, aus der Wohnung entfernen.
  • Holzfenster und Holztüren abschleifen.
  • Wände mit einer Absperrfarbe oder Sperrgrundierung behandeln, die die Ablagerungen abdichtet. Lass dir vom Hersteller zeigen, dass sie das kann.
  • Bei Putz, der sich gar nicht reinigen lässt, bleibt als teuerste Variante, ihn zu entfernen. Wurde der Putz vor 1993 aufgebracht, vorher auf Asbest untersuchen lassen.

Wer auf Konservierungsmittel aus der Gruppe der Isothiazolinone allergisch reagiert, schaut aufs Etikett. Die Verbraucherzentrale rät, dann keine Farbe mit dem Hinweis „EUH 208 enthält ...isothiazolinon“ zu kaufen.

Schritt 5: Den Rest neutralisieren

Jetzt ist die Luft getauscht, die Textilien sind gewaschen, die Flächen sauber. Was bleibt, ist ein leiser Geruch, der aus Ecken und Polstern kommt. Hier hat ein Geruchsneutralisierer seinen Platz. Nicht als Ersatz für die Schritte oben, sondern als letzter.

Der Unterschied zu Duftkerze und Raumspray: Ein Raumspray legt einen lauteren Geruch über den alten. ÖKO-TEST weist außerdem darauf hin, dass manche Drogerie-Duftprodukte Duftstoffe enthalten, die Allergien auslösen können. Ein Neutralisierer bringt keinen neuen Geruch, sondern nimmt den alten weg.

Wir führen dafür Biodor. Biodor Control CNB ist ein Gel, das langsam Neutralisatoren an die Luft abgibt. Treffen sie auf Geruchsmoleküle, brechen sie sie auf. Es braucht keinen Strom, kein Sprühen, keinen Stecker. Du öffnest den Beutel und stellst ihn hin.

Welche Größe für welchen Raum

RaumBiodorReicht für
Schrank, Flur, Auto33 gbis 50 m²
Wohnzimmer, Schlafzimmer, offene Küche200 gbis 200 m²
Ganze Wohnung mit Lüftung, Keller, Werkstatt800 gbis 800 m² mit Luftstrom

Für eine normale Wohnung nach einem Abend reicht ein 200-g-Beutel im Raum, in dem geraucht wurde. Für eine übernommene Raucherwohnung, in der du gerade renovierst, stellst du einen pro Zimmer auf. Neutral riecht nach nichts, Eukalyptus hinterlässt eine leichte Note. Ein Beutel arbeitet ein bis zwei Monate, im ersten am stärksten.

Wohin damit: dorthin, wo Luft zieht. An Fenster, Tür oder Lüftung. Bewegte Luft verteilt die Neutralisatoren. Außer Reichweite von Kindern und Haustieren aufstellen.

Rauchgeruch aus der Wohnung entfernen, Raum für Raum

Wohnzimmer. Sofa und Teppich sind die größten Speicher. Bezüge waschen, Polster saugen, Teppich nass reinigen. Biodor 200 g neben das Sofa.

Schlafzimmer. Bettwäsche, Vorhänge, Kissen waschen. Matratze absaugen und lüften. Hier lohnt sich die neutrale Version, damit nichts nach Produkt riecht.

Küche. Fliesen und Glas lassen sich gut reinigen. Dunstabzug und Filter nicht vergessen, dort hängt der Geruch gern.

Bad. Handtücher und Duschvorhang waschen. Die Feuchtigkeit im Bad trägt Gerüche, also nach dem Duschen querlüften.

Flur und Garderobe. Jacken und Schals sammeln Rauch. Waschen, was gewaschen werden darf, den Rest an die frische Luft. Ein kleiner 33-g-Beutel in den Garderobenschrank.

Wie lange dauert es?

Nach einem einzelnen Abend: Querlüften, Textilien waschen, Flächen wischen, und am nächsten Tag ist es meist vorbei. Nach Jahren in einer Raucherwohnung: Wochen, mit Renovierung. Wer ehrlich plant, plant die Wände mit ein. Kein Gel und kein Spray ersetzt eine Wand, in die Rauch eingezogen ist.

Was nicht hilft

Ein paar Ideen tauchen in jedem Forum auf. Sie fühlen sich nach Arbeit an, ändern aber wenig.

  • Mehr Duft. Duftkerze, Raumspray und Duftstecker zusammen ergeben keinen sauberen Raum, sondern einen lauten. Der Rauch ist noch da, nur schwerer zu bemerken.
  • Nur überstreichen. Bei einer jahrelangen Raucherwohnung schlägt normale Farbe oft durch. Ohne Absperrgrund ist das Geld für die Farbe schnell weg.
  • Fenster dauerhaft kippen. Kippen tauscht die Luft langsam und kühlt die Wand am Fenster aus. Lieber mehrmals am Tag ein paar Minuten ganz öffnen.
  • Textilien nur absprühen. Ein Vorhang, der nach Rauch riecht, braucht die Waschmaschine. Spray hilft bei Polstern, die nicht in die Maschine können, ersetzt aber das Waschen nicht.
  • Warten. Ohne Lüften, Waschen und Wischen verschwindet kalter Rauch aus Stoff und Wand kaum von allein. Die Quelle bleibt im Raum.

Damit es gar nicht erst so weit kommt

Wer in der eigenen Wohnung raucht oder Gäste hat, die rauchen, spart sich mit drei Gewohnheiten die meiste Arbeit. Erstens: ein Raum oder der Balkon, nicht die ganze Wohnung. Zweitens: während des Rauchens lüften, nicht danach. Drittens: Aschenbecher noch am selben Abend leeren und ausspülen. Ein Biodor Beutel im Raum, in dem geraucht wird, arbeitet dann gegen den Rest, nicht gegen eine ganze Woche.

Häufige Fragen

Was hilft schnell gegen Rauchgeruch in der Wohnung?

Querlüften mit zwei ganz geöffneten Fenstern, Aschenbecher leeren, riechende Textilien in die Waschmaschine. Danach Flächen feucht wischen. Den Rest nimmt ein Geruchsneutralisierer.

Helfen Kaffeepulver oder Essigwasser?

Eine Schüssel Kaffeepulver oder heißes Essigwasser im Raum sind bekannte Hausmittel. Sie überdecken vor allem. Die Quellen beseitigen sie nicht.

Reicht Überstreichen bei einer Raucherwohnung?

Selten. Normale Farbe lässt Ablagerungen oft durchschlagen. Die Verbraucherzentrale NRW nennt Absperrfarben oder Sperrgrundierungen, die die Ablagerungen abdichten.

Ist ein Geruchsneutralisierer dasselbe wie ein Raumduft?

Nein. Ein Raumduft bringt Geruch dazu. Ein Neutralisierer wie Biodor nimmt Geruch weg, die neutrale Version ohne eigenen Duft.

Wie viele Biodor Beutel brauche ich für eine Wohnung?

Einen 200-g-Beutel pro Raum bis 200 m². Für eine ganze Wohnung mit Lüftungsanlage den 800-g-Beutel in den Luftstrom.

Quellen


Grasshall. Danke an alle, die uns die Tür geöffnet haben.

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