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Rituale

Rauchgeruch aus Kleidung entfernen: Waschen, Lüften, Dampf

Rauchgeruch aus Kleidung entfernen ist leichter als aus einer Wohnung, weil du Kleidung waschen, aufhängen und bedampfen kannst. Schwieriger wird es bei…

Grasshall · 6 Min. Lesezeit

Rauchgeruch aus Kleidung entfernen: Waschen, Lüften, Dampf

Rauchgeruch aus Kleidung entfernen ist leichter als aus einer Wohnung, weil du Kleidung waschen, aufhängen und bedampfen kannst. Schwieriger wird es bei allem, was nicht in die Maschine darf: der Wollmantel, die Lederjacke, der Lieblingspulli mit Handwäsche-Etikett. Nach einem Abend in einer verrauchten Bar, einer Grillparty oder einer Nacht am Lagerfeuer hängt der Geruch im Stoff, oft länger als die Erinnerung an den Abend.

Hier steht, was funktioniert, sortiert danach, was dein Kleidungsstück verträgt. Und ein Hausmittel, das in der Waschmaschine nichts verloren hat.

Warum Rauch in Stoff hängen bleibt

Rauch besteht aus winzigen festen und flüssigen Teilchen. Sie setzen sich ab, auch in Textilien, und Fasern haben viel Oberfläche. Grobe Strickwaren und Wolle halten den Geruch darum länger als glatte Baumwolle oder Synthetik. ÖKO-TEST rät, Kleidung, die nach Rauch riecht, in die Wäsche zu geben.

Das heißt auch: Je früher du handelst, desto leichter geht es. Eine Jacke, die eine Woche zusammengeknüllt in der Ecke lag, riecht länger als eine, die noch am selben Abend an die Luft kam.

Rauchgeruch aus Kleidung entfernen: was waschbar ist

Für alles, was laut Etikett in die Maschine darf, ist Waschen der sicherste Weg.

  1. Etikett lesen. Temperatur und Programm so hoch, wie das Etikett erlaubt, nicht höher.
  2. Auf links drehen. So kommt das Wasser an die Innenseite, wo sich viel absetzt.
  3. Nicht überladen. Kleidung braucht Platz in der Trommel, damit das Wasser durchkommt.
  4. Normales Waschmittel reicht. Mehr Waschmittel heißt nicht weniger Geruch, sondern mehr Rückstände.
  5. An der Luft trocknen, wenn es geht. Frische Luft nimmt den letzten Rest mit.

Riecht es danach noch, wasch ein zweites Mal. Das passiert bei stark verrauchten Sachen.

Essig: ja, aber nicht in die Maschine

Essig gilt als Geruchskiller, und im Netz steht oft, man solle ihn ins Weichspülerfach geben. Die Verbraucherzentrale rät davon ab, Essig in der Waschmaschine zu verwenden, weil er die Dichtungen angreifen kann.

Wer Essig nutzen will, nimmt ihn für die Handwäsche: eine Schüssel lauwarmes Wasser, ein Schuss Essig, das Kleidungsstück eine halbe Stunde einweichen, dann gründlich ausspülen. Vorher an einer unauffälligen Stelle testen.

Was nicht in die Maschine darf

Lüften, und zwar richtig

Ein Fenster kippen reicht nicht. Häng das Kleidungsstück draußen auf, auf dem Balkon, im Garten, an einem trockenen Tag mit etwas Wind. Bewegte Luft holt mehr heraus als stille. Über Nacht ist ein guter Anfang, bei hartnäckigem Geruch ein ganzer Tag.

Nicht in die pralle Sonne bei empfindlichen Farben und bei Wolle. Schatten mit Wind ist besser.

Dampf

Dampf öffnet die Fasern und hilft, Geruch aus dem Stoff zu lösen.

  • Badezimmer-Trick. Kleidungsstück auf einen Bügel ins Bad hängen, heiß duschen, Tür zu. Danach gut auslüften lassen, bis es ganz trocken ist.
  • Steamer. Mit einem Hand-Steamer von oben nach unten dampfen, danach an der Luft trocknen lassen.

Dampf eignet sich für Mäntel, Jacketts, Wollpullover und vieles, was nicht gewaschen werden darf. Prüfe das Etikett: Manche Stoffe vertragen keine Hitze.

Wolle

Wolle nimmt Geruch gern auf und gibt ihn mit Luft auch gern wieder ab. Lüften ist hier das Mittel der Wahl, dazu vorsichtig dampfen. Wenn das Etikett Handwäsche erlaubt: lauwarm, Wollwaschmittel, nicht reiben, nicht auswringen, liegend trocknen.

Leder

Leder nicht waschen und nicht dampfen. Lüften, an einem schattigen, luftigen Ort. Bei hartnäckigem Geruch in eine Fachreinigung für Leder geben.

Daunen und Funktionskleidung

Erst das Etikett. Viele Daunenjacken und Funktionsjacken dürfen in die Maschine, brauchen aber ein spezielles Waschmittel und ein schonendes Programm. Bei Daunen gründlich trocknen, sonst riecht es danach nach etwas anderem.

Und wenn nichts hilft

Eine Textilreinigung. Für den teuren Mantel ist das der richtige Weg, bevor du mit Hausmitteln experimentierst.

Die Garderobe nicht vergessen

Eine verrauchte Jacke im Schrank gibt ihren Geruch an alles ab, was daneben hängt. Darum:

  • Nicht direkt in den Schrank. Erst lüften, dann zurückhängen.
  • Abstand. Jacken, die nach dem Abend noch riechen, eine Nacht getrennt aufhängen.
  • Neutralisieren statt parfümieren. Ein Duftsäckchen im Schrank legt nur Lavendel über den Rauch.

Für den Kleiderschrank und die Garderobe führen wir Biodor. Das Gel gibt Neutralisatoren ab, die Geruchsmoleküle aufbrechen, statt sie zu überdecken. Der 33-g-Beutel neutral reicht für Schrank, Schublade oder einen kleinen Raum bis 50 m², riecht selbst nach nichts und arbeitet ein bis zwei Monate. Für einen Schrank voller Jacken mit hartnäckigem Geruch gibt es den Biodor Max in derselben Größe, die stärkste Formel der Reihe. Das Säckchen ist atmungsaktiv, das Gel berührst du nicht. Trotzdem nicht direkt auf die Kleidung legen und außer Reichweite von Kindern und Haustieren aufbewahren.

Vorbeugen

  • Jacke an die Garderobe, nicht über den Stuhl. Was nicht im Raum hängt, riecht nicht.
  • Schal und Mütze in die Tasche. Klingt banal, spart Wäsche.
  • Am selben Abend aufhängen. Nicht zusammengeknüllt in den Rucksack.
  • Glatte Stoffe für lange Abende. Ein Baumwollhemd ist schneller wieder frisch als ein grober Strickpulli.

Kurz gesagt

KleidungsstückWas hilft
Baumwolle, Synthetikwaschen nach Etikett, an der Luft trocknen
Wollelüften, dampfen, Handwäsche wenn erlaubt
Lederlüften, Fachreinigung
Mantel, Jackettlüften, dampfen, Textilreinigung
Kleiderschrankverrauchte Sachen getrennt, Biodor 33 g

Schal, Mütze, Tasche und Schuhe

Die kleinen Teile vergisst man, und sie riechen am längsten, weil sie selten gewaschen werden.

Schal und Mütze. Wolle und Strick halten Geruch gut fest. Lüften, dampfen, und wenn das Etikett es erlaubt, von Hand waschen. Ein Schal, der nach jedem Abend in die Jackentasche gestopft wird, riecht irgendwann nach allen Abenden zusammen.

Stofftaschen und Rucksäcke. Viele dürfen laut Etikett in die Maschine, im Wäschenetz und bei niedriger Temperatur. Alles ausräumen, auch die Innentaschen. Was nicht waschbar ist, offen an die Luft hängen.

Lederhandtaschen. Wie Lederjacken: lüften, offen hinstellen, nicht waschen. Innen ausräumen, das Futter nimmt oft mehr Geruch auf als das Leder.

Schuhe. Schnürsenkel raus, Sohlen raus, wenn sie herausnehmbar sind, und beides getrennt lüften. Stoffschuhe dürfen laut Etikett manchmal in die Maschine.

Nach der Party: die Reihenfolge

Wenn du nach einem langen Abend nach Hause kommst und morgen keinen Geruch im Schlafzimmer willst:

  1. Jacke nicht ins Schlafzimmer. Auf einen Bügel an die frische Luft, auf den Balkon oder ans offene Fenster.
  2. Kleidung nicht über den Stuhl. Was waschbar ist, direkt in den Wäschekorb, idealerweise außerhalb des Schlafzimmers.
  3. Duschen. Auch du riechst nach dem Abend, und das Kissen nimmt es auf.
  4. Am nächsten Tag waschen, was waschbar ist. Je kürzer der Geruch im Stoff sitzt, desto leichter geht er raus.

Hausmittel im Check

Im Netz kursieren viele Tipps. Ein kurzer Blick darauf, was dahintersteckt:

  • Essig in der Waschmaschine: davon rät die Verbraucherzentrale ab, wegen der Dichtungen. In der Schüssel für die Handwäsche geht es.
  • Kaffeepulver in die Jackentasche: überdeckt eher, als dass es entfernt, und hinterlässt Krümel.
  • Parfüm drauf: überdeckt, und am nächsten Tag riecht die Jacke nach beidem.
  • Lüften und Dampf: funktioniert für fast alles, was nicht gewaschen werden darf, kostet nichts und schont den Stoff.

Häufige Fragen

Wie bekomme ich Rauchgeruch schnell aus einer Jacke?

Über Nacht draußen aufhängen, wo Wind geht. Wenn das Etikett es erlaubt, dampfen oder waschen.

Darf ich Essig in die Waschmaschine geben?

Die Verbraucherzentrale rät davon ab, weil Essig die Dichtungen angreifen kann. Für die Handwäsche in der Schüssel kannst du ihn nutzen.

Wie bekomme ich Rauchgeruch aus Wolle?

Lüften und vorsichtig dampfen. Wolle gibt Geruch an der Luft gut ab. Handwäsche nur, wenn das Etikett es erlaubt.

Hilft ein Geruchsneutralisierer im Kleiderschrank?

Ja, gegen den Geruch, der sich im Schrank verteilt. Er ersetzt nicht das Waschen und Lüften der verrauchten Kleidung selbst.

Warum riecht meine Kleidung nach dem Waschen noch nach Rauch?

Meist war die Trommel zu voll oder der Geruch sehr stark. Noch einmal waschen und an der Luft trocknen.

Quellen


Grasshall. Danke an alle, die uns die Tür geöffnet haben.

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